Der kanadische Film Shake Hands with the Devil erzählt die Geschichte des Generals Roméo Dallaire. Dallaire war 1994 Kommandeur der Blauhelmtruppen der Vereinten Nationen bei der UNAMIR-Mission in Ruanda. In diesem Jahr fand der größte Völkermord nach dem zweiten Weltkrieg statt und die Welt schaute einfach dabei zu, obwohl sogar Blauhelm Soldaten vor Ort waren. Bis heute finde ich dies sehr schockierend, insbesondere weil dies kaum bekannt ist und so gut wie gar nicht aufgearbeitet wird.
Ich zitiere dazu den Wikipedia Artikel:
Völkermord an den Tutsi: Binnen 100 Tagen wurden zwischen 800.000 und einer Million Menschen ermordet. In einem späteren Bericht schrieb Dallaire, dass er mit 5.000 Mann den Völkermord der Hutu an den Tutsi vermutlich hätte stoppen können. Dass die UN den eindringlichen Bitten Dallaires nicht nachkam, lag nicht zuletzt an den Vetomächten im UN-Sicherheitsrat. Insbesondere die USA vermieden den Gebrauch des Wortes „Völkermord“, da ein solcher die UN laut Charta zum Eingreifen gezwungen hätte. Die Vereinigten Staaten hatten auf Grund der Ereignisse in Somalia 1993 (Operation Irene) Einsätze in Afrika eingeschränkt. Auch Frankreich scheute vor einem Eingreifen gegen die von ihnen unterstützte, ausgebildete und ausgerüstete Armee des Landes, die von Hutus dominiert wurde, zurück. Im Rahmen der Möglichkeiten bemühte sich Dallaire, trotz der ihm auferlegten Zurückhaltung mit seinen Truppen während des Völkermords in Ruanda Präsenz zu zeigen und in sehr begrenztem Maße Sicherheitszonen zu schaffen.
Nach den Erlebnissen in Ruanda unter einer Posttraumatischen Belastungsstörung leidend[1], wurde Dallaire im Jahre 2000 aus der kanadischen Armee entlassen. In der Überzeugung, eine Mitschuld am Genozid in Ruanda zu tragen, unternahm Dallaire zwei Selbstmordversuche. Im Jahr 2003 veröffentlichte er das Buch Shake Hands with the Devil: The Failure of Humanity in Rwanda, in dem er sich selbst mit den Ereignissen des Jahres 1994 auseinandersetzt und die Rolle der Völkergemeinschaft in diesem Konflikt darstellt. Die deutsche Übersetzung Handschlag mit dem Teufel: Die Mitschuld der Weltgemeinschaft am Völkermord in Ruanda erschien 2005.
Im Film Hotel Ruanda diente Roméo Dallaire als Vorlage für die Figur des Colonel Oliver (gespielt von Nick Nolte). Ebenfalls im Jahr 2004 wurde der Dokumentarfilm Shake Hands with the Devil – The Journey of Roméo Dallaire mit Roméo Dallaire veröffentlicht.
Der Völkermord in Ruanda war und ist eine Schande für die westliche Welt, die bei allen Beteuerungen zur Humanität beim Tod von 1 Million (!!) Menschen nur zuschaute. Gegen Frankreich wurde überdies sogar der Vorwurf erhoben, sich an den Verbrechen beteiligt zu haben.
Zehn belgische Blauhelmsoldaten wurden damals ermordet. Anstatt dies zum Anlass zu nehmen massiv zu intervenieren wurden das Kontingent der Blauhelme drastisch reduziert und die Menschen vor Ort ihrem grauenvollen Schicksal überlassen. Die Täter gingen bestialisch vor und schlachteten, vergewaltigten, verstümmelten, demütigten ihre Opfer aufs Äußerste. Die meisten Opfer wurden mit Macheten abgeschlachtet.
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