Ich bin ein großer Befürworter der ganzen Open Bewegung.  Beispielsweise Wikipedia könnte man ja dazu zählen, dann natürlich zum Beispiel Projekte wie OpenOffice, Ubuntu, OpenStreetMaps, … um nur ein paar zu nennen.

Was liegt da näher als endlich einmal öffentliche Daten in einem Projekt zu bündeln, so dass diese alle in einem Format vorliegen und frei weiter bearbeitet werden können. Die sich daraus ergebenen Möglichkeiten sind enorm: beispielsweise könnten auf diese Weise Abstimmungsverhalten des eigenen Abgeordneten verfolgt werden, das Ergebnis der letzten Überprüfung durch das Gesundheitsamt des Lieblingsrestaurants eingesehen, Schadstoffbelastungen des geliebten Badesees, welche Firma kriegt wie viele Subventionen, und und und. Die Möglichkeiten sind gewaltig, insbesondere wenn findige Programmierer diese Daten verknüpfen und beispielsweise auf einer Karte visualisieren. Und ich bin mir sicher dass dieses Projekt ähnlich erfolgreich sein könnte wie Wikipedia, wenn, ja wenn die Behörden da auch mitmachen würden. Bisher sträuben sich diese ihren Daten entsprechend aufzuarbeiten. Denn öffentlich sind sie ja (zumindest sollten sie das sein – beispielsweise bei den Agrarsubventionen wird sich noch vehement mit Fadenscheinigen Argumenten gegen eine Veröffentlichung gewehrt – was natürlich lächerlich ist – warum sollte nicht jede Firma genannt werden dürfen – ja müssen – die Staatsgelder bekommt) nur hat jede Behörde die Daten entweder nur in den eigenen Archiven und nicht per Internet zugänglich oder aber oft tief in Ihren jeweils eigenen Homepages vergraben – dann aber leider nicht Datenbank-tauglich sondern beispielsweise in pdf Form. Essentiell bei OpenData ist jedoch, dass die Daten zum einen lizenzfrei und zum anderen maschinenlesbar verfügbar sind.

Rob McKinnon hat auf der letzten re:publica einen Vortrag zu eben jenem Thema gehalten: OPEN DATA AND OPEN GOVERMENT.

Im Gegensatz zu den USA und UK ist Deutschland bei OpenData völlig Entwicklungsland. Regierungsdaten sollten eine öffentliche Ressource sein. Die angelsächsischen Länder sind uns da um einiges voraus. In einem aktuellen Artikel befasst sich auch der Spiegel mit dem Thema.

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